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Bericht über Toller beim Lünecup

Toller auf Workingtests

Beim diesjährigen Lüne Cup waren gleich 3 Toller und das auch noch sehr erfolgreich am Start. Skeet (Red Rainsins Bayard Skeet) und Kaayu (Weegobee´s Barbelicous Kaayu) starteten in der Anfängerklasse und Bo (Hunter´s Moonlight Flying Bo) der Papa von Kaayu in der Offenen Klasse.


Die Anfänger starteten bereits am Vormittag, die offene Klasse erst im Anschluss ab Mittag. So hatte ich Gelegenheit zumindest noch die letzte jagdnahe Aufgaben der beiden bei Ursula Friedrich zu beobachten. Es wurde mit 2 Gespannen parallel gearbeitet. Links von den auf einem Weg platzierten Gespannen ging auf Zuruf der Richtern („Jagd geht auf“) auf Höhe der Hunde ein Treiben in einem Waldstück los, bei dem mit Stöcken an die Bäume geschlagen wurde. Am Ende des Treibens nach ca. 30 m fiel noch ein Schuss. Die Hunde sollten ruhig warten und wurden abwechseln in eine Suche geschickt, wobei sie nach kurzer Zeit bereits außer Sicht waren, ebenso wie die Treiber. Der nicht arbeitende Hund wurde jeweils angeleint. Skeet und Kaayu waren beide total cool und natürlich leise! Sie suchten schön und fanden schnell, was bei beiden zu sehr hohen Punktzahlen führte.

Den Rest habe ich zwar nicht gesehen, kann aber auch nicht ganz schlecht gewesen sein. Skeet setzte mit insgesamt 92/100 Punkten unter seine Serie von sehr gut bestandenen Workingtests noch das i-Tüpfelchen mit einem vorzüglichen Ergebnis! Dies reichte zum 6. Platz.


Toll finde ich immer den „eigenen“ Nachwuchs zu beobachten. Kaayu lief seinen ersten offiziellen Workingtest und bestand ganz souverän als wäre es das einfachste der Welt mit sehr guten 86 Punkten.

Der Vollständig halber die restlichen 3 Aufgaben der Anfänger Klasse. Eine komplexe Aufgabe musste bei Carsten Schröder gelöst werden. Hier sollten aus einer Suche 2 Dummys geholt werden, danach ging es frei bei Fuß etwa 10Meter zu einem neuem Punkt, dort angekommen wurde eine Markierung auf einer Anhöhe geworfen, nach Freigabe diese gearbeitet werden. Danach ging es weitere 10 Meter frei bei Fuß und man sollte von diesem Punkt erneut ins Suchengebiet schicken und ein Dummy rausholen.
Zwei Aufgaben warteten bei Gereon Ting, man ging als erstes frei bei Fuß auf einer Wiese und parallel zu einem dichten Waldstück, nach ca. 15Meter fiel ein Schuß und ein Dummy im Wald, Flugbahn und Fallstelle waren nicht sichtig. Man sollte den Hund im 35Grad Winkel voran in den Wald schicken, danach waren die Hunde auf sich alleine gestellt. Danach ging es zu einer Doppel- Markierung in ca. 70Meter Entfernung viel auf 12 Uhr das erste Dummy und dann auf 14Uhr das zweite. Dazwischen war ein großer Schilfgürtel. Man sollte ansagen welches Dummy zu erst gearbeitet wird.

Dann waren Bo und ich an der Reihe. Wir fingen auch bei Ursula Friedrich an. Auch bei uns ging es gleich zu zweit los. Die Gespanne standen nebeneinander auf einem Weg mit Blick in einen total dichten Wald. Irgendwo dort fand ein Treiben statt, dass man nur hören, aber nicht sehen konnte. Auch wir schickten im Wechsel die Hunde rein und jeder brachte 2 Dummys von irgendwoher. Danach durften wir gleich bleiben und die 2. Aufgabe arbeiten. Ein Werfer/ Schütze stand ca. 50 vor uns rechts am Weg und warf ein Dummy nach links in den Wald, Fallstelle nicht sichtig, Flugbahn nur kurz, Wind von rechts. Zuvor war ein blind ca. 45 Grad rechts davon auf einer Wiese zu arbeiten. Bo ließ sich wie gewohnt schön ausrichten und nahm die Richtung perfekt an. Leider war er auf der falschen Windseite vor dem bezeichneten Baum angekommen und drehte noch eine kleine Runde bevor er fand. Die Richterin war zufrieden und gab uns 2 x 20 Punkte und den Kommentar „So ein Süßer“. Dem kann ich mich nur anschließen. Bei Carsten Schröder ging es mit einer 3 fach Aufgabe weiter. In der Heide fielen 2 Markierungen. Zunächst ca. 50 m auf 1 Uhr, Fallstelle in einer Senke nicht sichtig, dann auf 12 Uhr eine weitere Markierung auf 80 m? etwas den Hang hinauf. Ein unbeschossenes blind lag auf 11 Uhr. Reihenfolge beliebig musste aber vor dem Schicken angesagt werden. Das kurz Mark war perfekt, für das Lange braucht Bo etwas (mehr) Hilfe. Die line zum blind war zwar gerade, aber nicht ganz die richtige Richtung. Er ließ sich aber gut händeln und fand schnell, macht alles zusammen 16 Punkte.

Aufgabe 4 und 5 wurden wieder direkt nacheinander absolviert. Wir liefen einen walk-up auf einer riesengroßen Wiese. Links von uns Wald und klobige Pferdehindernisse mit tiefen trockenen Gräben davor. Die Helfer bewegten sich auf uns zu und warfen eine Markierung ins Dickicht, die Bo erst nach ewigen Zeiten gefunden hat, ich konnte ihm nicht wirklich helfen, da er außer Sicht suchen musste. Anschließend war ein blind ca. 20 m hinter der Markierung in einem Hindernisgraben zu bringen. Das ging einigermaßen – 12 Punkte für das Gewurschtel.

Wir liefen weiter und drehten nach rechts mit Blick auf einen ausgetrockneten Teich voller Binsen in ca. 60 m Entfernung. Nochmal mind. die gleiche Strecke weiter kam dann der Waldrand wo ein blind lag. Erst Mark, dann blind etwas links an den Binsen vorbei waren zu holen. Die Markierung war wieder ein Graus, das blind toll. Wir wissen, was wir üben müssen, obwohl Bo das durchaus kann. Egal,wir bestehen mit sehr guten 82/100 Punkten und landen auf dem geteilten 5. Platz.

Besonders schön finde ich die Vielseitigkeit der Toller. Sie können nicht nur auf Arbeitsprüfungen bestehen, sondern gleichzeitig auch auf einer Ausstellung einen vorzüglichen Eindruck hinterlassen. Dies ist bei den Golden und Labbis inzwischen fast undenkbar. Um so höher ist die Leistung der Toller zu bewerten. Ich würde mir wünschen, dass noch viel mehr nervenstarke und arbeitsfreudige Toller gezüchtet und auf Workingtests gezeigt werden.

LG Ellen Schröter, Luisa Einhaus und Malte Benien

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Bericht über Toller beim Lünecup