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Bericht JP/R am 14.10.2017 in Breloh bei Munster

27.10.2017

Eigentlich wollten wir die JP/R ja noch gar nicht in Angriff nehmen, aber das Wochenende war im Terminkalender noch frei und beim Training hatten wir ein gutes Gefühl, sodass wir unser Glück versuchen wollten. Also fuhren wir in den frühen Morgenstunden los, um pünktlich in Munster zur Anmeldung zu sein. Soweit, so gut. Danach folgte der Aufbruch ins Gelände. Alle Teilnehmer, von den unerfahrenen Beginnern bis zu den erfahrenen Hundeführern, teilweise selbst Richter, waren recht gespannt auf den vor uns liegenden Prüfungstag. Nach und nach legte sich die allgemeine Aufregung und spätestens nach der ersten Aufgabe, der Suche, waren alle Teilnehmer insofern beruhigt, als dass wir alle, mehr oder minder zufrieden mit der Arbeit unserer Hunde, erfolgreich in die Prüfung starten konnten.

Nach der Suche folgte auch schon die Schleppe. Die Hälfte der Gruppe wurde im angrenzenden Gelände geprüft, für die zweite Hälfte der Gruppe wurde ein anderes Wiesengelände verwandt, für das wir alle ein kleines Stückchen weiter ins Revier fuhren. Vor uns lag nun eine weitläufige Wiesenfläche, die sich für die Schleppe und die anschließende Prüfung der Schussfestigkeit perfekt eignete. Beide Aufgaben meisterten alle Hunde sicher.

Nach einer kurzen Mittagspause folgte nun die Landmarkierung. Auch hier konnten alle Hunde ihr Können beweisen. Zeitlich war die Prüfung perfekt organisiert, es war ein kurzweiliger Tag mit einer angenehmen Atmosphäre und fantastischem Gelände. Sogar das Wetter hielt sich an die Prognosen, im Laufe des Tages zeigte sich sogar ein kleines bisschen Sonnenschein.

Es folgte anschließend die letzte Hürde des Tages: die Wassermarkierung. Wobei für uns die Aufgabe zunächst lautete zum Prüfungsort zu gelangen. Dazu wurde ein kleiner Offroad-Trip durch die Örtze und in ein Waldgebiet hinein gestartet, der aber von allen Autos (und deren Fahrern) schnell bewältigt wurde. Ich muss gestehen, die Anspannung, ob mein Auto diese im ersten Augenblick gefährlich erscheinende Flussdurchquerung überstehen würde, hat mich besser von der Unruhe vor der letzten Aufgabe abgelenkt, als es der weltbeste Kamillentee je hätte schaffen können. Die Frage stellte sich nun also nur noch, ob auch mein Hund beim Anblick von Wasser denn nach diesem ereignisreichen Tag noch genügend Konzentration aufbringen würde, nicht nur schwimmen zu gehen, sondern dabei noch die Ente mitzubringen... Zunächst erschien die Wassermarkierung machbar. Nach einer kurzen Richterbesprechung und der Suche nach einer passenden Einstiegsstelle begann die letzte Aufgabe. Doch schnell zeigte sich, dass der See und das Schilf ihre Tücken mit sich brachten. Zwar machte das Gelände einen sehr idyllischen und aus menschlicher Perspektive einen nicht zu schweren Eindruck, aus hündischer Sicht schien es aber nicht ganz so einfach zu sein. Alle Teilnehmer fieberten mit jedem Hund mit und drückten die Daumen, dass ein glückliches Team mit einer Ente im Gepäck zurück zum Wartebereich kam. Leider konnte eine Hündin sich an diesem Tag nicht dazu überwinden, tief genug ins Wasser und Schilf hineinzuarbeiten, um ans Stück zu gelangen. Nach einem ereignisreichen, anstrengenden Tag mit vielen Höhen musste also ein Team Tribut zollen. Unsere jungen Hunde sind keine Maschinen und auch wenn es natürlich umso enttäuschender ist, wenn der Prüfungstag bis dorthin so erfolgreich verlief, so sind unsere Hunde auch jetzt noch die gleichen Hunde wie am frühen Morgen, nur sind wir alle um eine Erfahrung reicher.

Abschließend bedanken möchte ich mich bei allen Teilnehmern für die entspannte Atmosphäre, bei den Richtern Frau Stahlke, Frau Gindler und Herrn Bauers, die alle Hunde fair und immer „in dubio pro canem“ bewertet haben, bei Dagmar Meyer als Sonderleiterin, die wie immer für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat und insbesondere bei Herrn Volker Meyer, dessen wundervolles Revier in Breloh wir an diesem Tage nutzen durften.

In eigener Sache möchte ich mich außerdem bedanken, dass ich Karl den Großen heute auf dieser Prüfung führen durfte und meinen Dank gegenüber Dr. Isabella () und Dr. Fritz Kraft aussprechen für einen beeindruckenden und tollen Hund aus dem vorletzten Wurf ihres Zwingers. Er hat mich heute sehr begeistert.

Ronja Christiansen und Karl der Große aus Lühlsbusch

 

Foto: Carlos bei der Arbeit